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Stadtteilgruppe
Wiesbaden-Schierstein

6. Presseerklärung zur „Bauplanung am Osthafen“

18.09.2020

Tiefe Enttäuschung auch über die grüne Stadtverordneten-Fraktion

Plangebiet Osthafen
Plangebiet, © Landeshauptstadt Wiesbaden

Die Schiersteiner Grünen sind tief enttäuscht über die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zum Bebauungsplan „Osthafen“ und über das Abstimmungsverhalten eines großen Teils der grünen Stadtverordneten-Fraktion. Leider haben unsere intensiv vorgetragenen Argumente, man möge dort „niedriger, luftiger, schmaler, grüner“ und damit klimafreundlicher für die Häuser in der Umgebung und für das Hafenbecken bauen, nicht die gewünschten Früchte getragen.

Kein Trost ist, dass die Situation für die Schiersteiner Ortsbeirats-Fraktionen von SPD und CDU auch nicht besser ist.

Die Kompromissangebote, dort beispielsweise keine Hochhäuser zuzulassen und die maximale Breite der Neubauten auf fünfzig Meter zu beschränken, reichen für uns bei weitem nicht aus. Und auch die von der grünen Stadtverordneten-Fraktion kurzfristig eingebrachten und in der Sitzung beschlossenen Trostpflaster

  • Parkplätze unter der Schiersteiner Brücke
  • Großkronige Bäume im Hafenumfeld
  • Verbesserung der Fuß- und Radwege-Situation zwischen Schierstein und Biebrich
  • Ausgleichsflächen im Bereich des Raiffeisensilos
  • Prüfung, welche derzeit versiegelten Flächen im Gebiet des Bebauungsplans einschließlich der Bismarcksaue entsiegelt werden können

sind zwar sehr gute Ideen, aber kein Ersatz für das Ignorieren eines nahezu einmütigen Votums des Ortsbeirats in dieser für Schierstein so wichtigen Frage.

Bezeichnend für die Kenntnisse der Stadtverordneten über die Situation vor Ort ist vielleicht auch, dass die Bismarksaue im Antrag mal wieder ein „c“ untergeschoben bekommen hat, das sie gar nicht will. Und selbst der Schiersteiner Stadtverordnete Seidensticker hat diesen Antrag für die CDU unterzeichnet. Unsere Schiersteiner Bismarks drehen sich hoffentlich nicht wegen des gesamten Vorgangs im Grabe herum.


Erstellt: 18.09.2020, letzte Änderung: 18.09.2020, Autor: W.Richters, © 2000